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Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen

Erweiterung Brücke Museum Berlin _ eine Heterotopie am Rande des Grunewalds

Die seit langem dringend erforderliche Erweiterung des Brücke-Museums in Berlin bildet die Grundlage für die aktuelle Aufgabenstellung der Masterthesis im Wintersemester 2025/26 durch den Lehrstuhl Gebäudetypologien.

Aufgrund der heterogenen Situation des 1967 von Werner Düttmann erbauten Museums am Rande des Grunewalds, das einerseits durch die stille, aber topografisch bewegte Waldlage und andererseits durch die unmittelbare Nähe des ehemaligen Staatsateliers von Arno Breker, dem heutigen Kunsthaus Dahlem, geprägt ist, eröffnen sich unterschiedlichste Perspektiven. Die Betrachtung des öffentlichen und halböffentlichen Raums, das Zusammenspiel von Natur, Kunst und Architektur, aber auch prinzipielle Fragen nach Monument und Fragment in der Architektur provozieren im Sinne Foucaults eine Sensibilisierung für einen heterotopischen Raum, innerhalb dessen Lösungsansätze zu suchen sind. Analyse und Interpretation von Kontext und Identität bilden die Grundlage des methodischen, typologischen Entwerfens. Bauen im Bestand versteht sich hierbei jedoch auch ausdrücklich als die sensibelste Form des tektonischen Eingreifens, bei der nach einer Minimalversion mit einem möglichst geringen Fußabdruck gesucht wird. Die kritische Hinterfragung von Atmosphäre und Material sowohl im Bestand als auch im Neubau wird ebenso reflektiert wie die Lösung im Einzelnen, beispielsweise in der Fügung der einzelnen Elemente zueinander oder im konzeptionellen Detail.

Museumsdirektorin Lisa Marei Schmidt vom Brücke-Museum Berlin unterstützt die Thesis und wird zur finalen Präsentation im März 2026 anwesend sein.